Steuerungssysteme – Lichtsteuerung und Lichtmanagement für Gewerbe
Lichtsteuerung für Handel, Büro und Industrie
Eine Lichtsteuerung leistet in jedem Objekttyp etwas anderes. Im Verkaufsraum geht es um Atmosphäre und Tagesablauf: Morgens muss die Fläche anders wirken als am Abend, während der Warenanlieferung anders als im Verkauf. Im Büro stehen Komfort und Verbrauch im Vordergrund – Präsenz und Tageslicht bestimmen, wie viel künstliches Licht überhaupt nötig ist. In Industrie und Logistik zählt vor allem die bedarfsgerechte Zuschaltung: Gänge, Nebenflächen und Außenbereiche werden nur beleuchtet, wenn dort tatsächlich gearbeitet oder gefahren wird. Allen drei Fällen gemeinsam ist, dass die Einsparung aus dem Nutzungsprofil entsteht und nicht aus der Technik allein.
Systeme und Protokolle
Das verbreitetste Protokoll für gewerbliche Anlagen ist DALI: ein digitales Bussystem, in dem jede Leuchte eine eigene Adresse erhält und einzeln angesteuert, gedimmt und ausgelesen werden kann. Mit DALI-2 arbeiten Geräte unterschiedlicher Hersteller zuverlässiger zusammen, und auch Sensoren und Bedienelemente sind Teil der Zertifizierung. Für gebäudeübergreifende Aufgaben – Jalousien, Klima, Zutritt – kommt KNX ins Spiel; für einfache Anwendungen genügt oft eine 1–10-V-Schnittstelle. Bei Sanierungen ohne neue Steuerleitungen sind funkbasierte Lösungen die praktikable Alternative. Ob und in welchem Umfang eine Anbindung an die Gebäudeleittechnik sinnvoll ist, klären wir im Projekt.
Sensorik: Präsenz und Tageslicht
Präsenzmelder schalten oder dimmen die Beleuchtung dort, wo Menschen unregelmäßig anwesend sind: Lagergassen, Technik- und Nebenräume, Sanitärbereiche, Treppenhäuser, Parkflächen. Entscheidend sind Erfassungsbereich und Nachlaufzeit – zu kurz gewählt, stört das Schalten den Betrieb; zu lang gewählt, verschenkt es die Einsparung.
Die Tageslichtsteuerung regelt die Leuchten in fensternahen Zonen und hinter Schaufenstern so, dass sie nur ergänzen, was von außen ohnehin hereinkommt. Sinnvoll wird das überall dort, wo tagsüber lange Betriebszeiten auf gute Tageslichtversorgung treffen.
Szenen für den Verkaufsraum
Im Einzelhandel arbeitet die Szenensteuerung mit dem Tagesablauf. Eine Szene für die Öffnungszeit betont Aktionsflächen und Warenpräsentation, eine Abendszene reduziert die Grundhelligkeit und verlagert das Licht auf Akzente, eine Reinigungs- und Verräumszene bringt gleichmäßiges Arbeitslicht ohne aufwendige Akzentuierung. Zusätzlich lassen sich Zonen getrennt schalten, etwa Frischebereich, Kassenzone und Randflächen. Wie die Beleuchtung dafür ausgelegt sein muss, beschreibt unsere Seite zur Ladenbeleuchtung für den Einzelhandel.
Nachrüstung im laufenden Betrieb
Eine Steuerung lässt sich in den meisten Bestandsobjekten nachrüsten. Ausschlaggebend ist, ob die vorhandenen Leuchten dimmbar sind und ob Steuerleitungen liegen; fehlen sie, arbeiten wir mit funkbasierten Komponenten oder legen die Nachrüstung auf einen ohnehin geplanten Leuchtentausch. Wir gehen abschnittsweise vor, sodass der Betrieb weiterläuft. Vorhandene Zeitschaltungen und Altsteuerungen werden dabei entweder eingebunden oder vollständig ersetzt – Mischbetrieb ohne klare Zuständigkeit vermeiden wir.
Human Centric Lighting und Notlichtüberwachung
Über die Steuerung lassen sich Lichtfarbe und Intensität im Tagesverlauf verändern – von neutralweiß am Vormittag bis warmweiß am späten Nachmittag. Das ist vor allem in Flächen mit langen Aufenthaltszeiten und wenig Tageslicht relevant. Unabhängig davon kann die Notbeleuchtung in die Überwachung eingebunden werden: Funktionsprüfungen laufen automatisch, Störungen werden gemeldet und protokolliert. Welche Prüfpflichten dabei gelten, fasst unsere Seite zur Notbeleuchtung nach DIN EN 1838 zusammen.
Referenzprojekte
Von der Analyse bis zur Inbetriebnahme
Am Anfang steht die Raum- und Bedarfsanalyse: Wie werden die Flächen genutzt, wann stehen sie leer, wo liegt Tageslicht an, welche Leuchten und Leitungen sind vorhanden. Daraus entsteht das Steuerungskonzept mit Zonen, Sensorik, Szenen und Bedienstellen. Es folgen Installation, Parametrierung und Inbetriebnahme; zum Abschluss weisen wir Ihr Personal ein und übergeben die Dokumentation der Anlage. Wird die Steuerung zusammen mit neuer Beleuchtung geplant, läuft beides in einem Projekt – siehe unsere Lichtplanung für Gewerbeobjekte.
Die drei Projektphasen
- Raum- und Bedarfsanalyse: Nutzung, Leerzeiten, Tageslicht, vorhandene Leuchten und Leitungen
- Steuerungskonzept mit Zonen, Sensorik, Szenen und Bedienstellen
- Installation, Parametrierung, Inbetriebnahme, Einweisung des Personals und Dokumentation
Deutschlandweit im Einsatz
AVA TECH realisiert Steuerungsprojekte in ganz Deutschland. Unsere Teams arbeiten regelmäßig in Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf sowie an Standorten außerhalb der Ballungsräume. Parametrierung und Inbetriebnahme nehmen wir vor Ort vor, ebenso die Einweisung des Personals. Filialnetze richten wir standortübergreifend nach einem einheitlichen Bedienkonzept ein.
Häufige Fragen
Was ist DALI und warum wird es eingesetzt?
DALI ist ein digitales Bussystem für die Lichtsteuerung. Jede Leuchte erhält eine eigene Adresse und lässt sich einzeln schalten, dimmen und auslesen – unabhängig von der Stromkreisaufteilung.
Kann ich eine bestehende Anlage nachrüsten?
In den meisten Fällen ja. Voraussetzung sind dimmbare Leuchten und passende Steuerleitungen; fehlen sie, arbeiten wir mit funkbasierten Komponenten oder verbinden die Nachrüstung mit einem Leuchtentausch.
Wie viel Energie spart eine Lichtsteuerung?
Das hängt vom Nutzungsprofil ab – Betriebszeiten, Leerlaufzeiten und Tageslichtanteil. Wir berechnen die Einsparung für Ihr Objekt statt mit pauschalen Prozentwerten zu arbeiten.
Lässt sich die Steuerung in die Gebäudeleittechnik einbinden?
Eine Anbindung an GLT- und BMS-Systeme ist grundsätzlich möglich; Umfang und Schnittstelle klären wir projektbezogen.
Wer richtet die Szenen ein und schult das Personal?
Das übernehmen wir bei der Inbetriebnahme. Sie erhalten eingerichtete Szenen, eine Einweisung für die Bedienung und die Dokumentation der Anlage.
Sie erhalten ein Steuerungskonzept mit Zonen, Funktionsumfang und Bedienlogik sowie ein transparentes Angebot – ohne Verpflichtung.